Freundeskreis Yenfaabima

Partnerschaftsarbeit

Die Organisation der Partnerschaft liegt in den Händen des „Arbeitskreis Solidarische Welt Stetten“,  einem Arbeitskreis der evangelischen Kirchengemeinde Stetten i.R.. Er besteht aus 6 aktiven Mitgliedern, die sich regelmäßig treffen. Die Durchführung der Begegnungsreisen, des Projekts „Piéla 2012“ und der Freundeskreis Yenfaabima wurde und wird getragen von weiteren Gruppen und Einzelpersonen aus der Kirchengemeinde.

Zu Pfarrer Tankpari Guitanga, dem Gründer des Vereins Yenfaabima, bestehen Kontakte seit 1995. Seit 2004 finden in größeren Abständen musikalische Begegnungsreisen statt, in deren Rahmen 8 afrikanische MusikerInnen mit deutschen Chören und Musikgruppen gemeinsam Musikstücke erarbeiten und Konzerte geben. Die Ev. Kirchengemeinde Stetten hat in den Jahren 2010 -2012 den Neubau der Kirche Secteur 1 in Piéla mit finanziert („Projekt „Piéla 2012“). Im Januar 2013 reiste eine 8-köpfige Delegation der Kirchengemeinde zur Einweihung des kirchlich-kulturellen Zentrums nach Piéla.

Für das neue Projekt Yenfaabima wurde im Rahmen eines Gottesdienstes am 15.11.2015 ein „Freundeskreis Yenfaabima“ ins Leben gerufen. Die ev. Kirchgengemeinde Stetten ist Rechtsträgerin. Der AK Solidarische Welt Stetten führt die Geschäfte des Freundeskreises, der Kirchengemeinderat wird über den Stand der Arbeit in regelmäßigen Abständen informiert.

Freundeskreis Yenfaabima

In seiner Zeit als Gemeindepfarrer hat Tankpari Guitanga begonnen, sich um eine Gruppe zu kümmern, die in der afrikanischen Gesellschaft keinen Platz hat. Der Kontakt mit epileptisch und psychisch Kranken wird vermieden, sie werden bei Anfällen oft geschlagen, psychisch Kranke werden nicht selten weggesperrt und angekettet. Die Kranken gelten als von bösen Geistern Besessene und Epilepsie als ansteckend. Pfarrer Guitanga konnte diesen Umgang nicht länger ertragen und begann, sich zu informieren. Er suchte regelmäßig diese Personen auf und begleitete sie zur Diagnose ins Krankenhaus nach Piéla. Es sprach sich schnell herum, dass Pfarrer Guitanga ein Herz für die Hilfsbedürftigen hat und er empfing fast täglich Menschen mit psychischer oder epileptischer Behinderung. Um diese Arbeit auf ein breiteres Fundament zu stellen, gründete er 2015 den eingetragenen Verein YENFAABIMA. Das Gourmantché-Wort bedeutet „Gott rettet“„Gott befreit“.

Der Freundeskreis Yenfaabima finanziert zur Zeit ein Gehalt für den organisatorischen Leiter Tankpari Guitanga, die psychiatrische Fachkraft Timothée Tindano und den Hausmeister Pociamo Dori sowie einen kleinen Medikamentenfonds. Dies geschieht über Personen, die sich zu einer monatlichen Spende entschlossen haben. Darüber hinaus organisiert er die Finanzierung größerer (Bau-)Projekte über externe Zuschüsse u.a. von „Brot für die Welt“, Einzelspenden und Benefizveranstaltungen.

Ausführliche Informationen, Bilder, Rundbriefe und Termine unter: www.yenfaabima.de